
„Beherzte“ (Gesundheits) Politik: Klar und Konfliktfähig
Über Verantwortung und Eigenverantwortung im Gesundheitssystem – so lautete das 2. Modul-Thema des tranSektoris Impact Programms 2017. Gastgebende war das Bundesministerium für Gesundheit.

Thomas Renner, Leiter des Referats Grundsatzfragen
Thomas Renner, Leiter des Referats Grundsatzfragen, übernahm den Part der Parlamentarischen Staatsekretärin Annette Widmann-Mauz, die kurzfristig absagen musste. Er diskutierte mit den Teilnehmer*innen über das Selbstverständnis des Gesundheitsministeriums, wichtige Reformvorhaben der vergangenen Legislaturperiode und gab einen Ausblick auf Themen, die auf der To Do Liste für die nächsten Jahre stehen. Alles unter der Maßgabe: „Verantwortung und Eigenverantwortung im Gesundheitssystem“

Nur im Dialog
Schnell stand das Spannungsverhältnis zwischen rahmengebender Gesetzgebung und der zur Realisierung aufgeforderten Partner der Selbstverwaltung im Zentrum. Klar ist das Bekenntnis zum Dialog zwischen den unterschiedlichen Akteuren. Als Systembestandteil kennzeichnet er das deutsche Gesundheitswesen. Ebenso klar stellt sich die Frage nach „Eskalationsstufen“ für das Selbstverwaltungssystem, in denen der Gesetzgeber Blockaden durch unterschiedliche Interessensgruppen sanktioniert. Denn etwa am Beispiel der Digitalisierung und des E-Health Gesetzes ist festzuhalten: „Wir hinken in Deutschland internationalen und gesellschaftlichen Prozessen hinterher.“ Das Tempo zur Einigung auf zukunftsfähige Rahmenrichtlinien muss zum Wohl der Bürger steigen. 
Regina Kraushaar, Leiterin Abteilung 4: Pflegesicherung und Prävention
Hilfe zur Selbsthilfe als Prinzip
Regina Kraushaar, Leiterin Abteilung 4: Pflegesicherung und Prävention, machte deutlich, welche gesundheitspolitischen Absichten der Gesetzgeber mit dem Präventionsgesetz verfolgt. Hilfe zur Selbsthilfe sollte immer ein wesentliches Handlungsprinzip bei Prävention sein. Eigenverantwortung für den Gesetzgeber bedeutet, Potentiale des Einzelnen nicht zu schwächen, sondern ausdrücklich zu würdigen und zu stärken. Entscheidend ist, die unterschiedlichen Lebenswelten wirksam zu erreichen und Erfolgreiches konsequent vor Ort zu verstetigen.
Am Abend: Bodenständiges aus dem Havelland

von links: Wolfgang Gall, Sozialdezernent des Landkreises Havelland und Armin Piálek, BMW Foundation
Gastgebende des Feuerabends war die BMW Foundation Herbert Quandt. Am Abend wird den Teilnehmer*innen nochmals aus einer anderen Perspektive das Modulthema gespiegelt. Wolfgang Gall ist Sozialdezernent im Havelland und zuständig für das Sozial-, Jugend- und Gesundheitsamt. Authentisch berichtete er, wie im Rahmen der kommunalpolitischen Konstellationen auf dem Land Gesundheitsversorgung gestaltet wird. Pflegeangebote und Fahrdienste bei dünnem Verkehrsnetz realisierte man im Verbund mit anderen Städten und Gemeinden über Fonds und Fördermittel. Neu ist der Versuch, über einen Innovationsfonds andere Akteure der Zivilgesellschaft zu gewinnen für alles, was dem Landkreis dienlich ist.

Zweiter Tag:
Feedback und Einblicke in den Arbeitsalltag
Eindrücke, Ideen, Impulse des ersten Tages wurden gemeinsam diskutiert und festgehalten. 

Martina Unseld und Victoria Unmüßig stellten den anderen Teilnehmer*innen vor, was ihr Aufgabenbereich bei Siemens Healthcare GmbH bzw. GlaxoSmithKline umfasst.
Case Study: „Medizintechnische Innovationen – Wege & Zugänge in die Regelversorgung“
In Gruppen wurden mit unterschiedlichen Fragenstellungen Ideen und Vorschläge entwickelt, welche sinnvollen und qualitätsgesicherten Wege es für den Zugang von Medizintechnischen Innovationen geben sollte.

[Bildergalerie] [Programm 2017]

















